Neu in unserer Gemeindebücherei

Im Sachbücherregal finden Sie das neue Buch von Jesper Juul „Essen kommen“. Ob Teenager am Tisch, die Unlust Gemüse zu essen, dicke Kinder, zu dünne Kinder, Kinder, die jeden Tag Spaghetti essen wollen: Jede Familie kennt Konflikte rund um das Thema Essen. Gemeinsame Mahlzeiten spielen aber nicht nur eine zentrale Rolle für das gesamte Familienleben, sondern sind auch für die Entwicklung von Kindern wichtig. Der Familientherapeut Juul zeigt, wie es gelingt, dass alle am Tisch sich wohl fühlen und warum eine gesunde und entspannte Ess- und Tischkultur die Lösung vieler Konflikte sein kann. Juul gibt wertvolle Tipps, die den Umgang mit alltäglichen Essensgewohnheiten erleichtern können und damit sicherlich zur Reduzierung von Familienstress führen werden. Eine Auswahl praxiserprobter Rezepte rundet das Buch ab. Das macht Lust auf gemeinsames Kochen und Essen mit der Familie!

Auch nach dem Jahr des Reformationsjubiläums noch anregend und inspirierend: „Die Welt verändern“ von Margot Käßmann und Heinrich Bedford-Strohm. Das Buch geht der Frage nach, wie die Reformation die Welt in den 500 Jahren bis heute veränderte. Neben einer Geschichte des Protestantismus und der Lebensbeschreibung engagierter Protestanten beschäftigen sich die Autoren in Gesprächen mit Dunja Hayali, Jakob Augstein, Gregor Gysi, Mouhanad Khorchide und Walter Homolka damit, inwieweit der Glaube heute noch Antwort auf die drängenden Fragen der Gegenwart sein kann und was es heute bedeutet evangelisch zu sein.

Bei den Romanen haben wir „Tyll“ von Daniel Kehlmann für Sie angeschafft. Dieser Roman über den Dreißigjährigen Krieg schildert eine aus den Fugen geratene Welt. Tyll Ulenspiegel wird zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Müllerssohn in einem kleinen Dorf geboren. Sein Vater gerät bald mit der Kirche in Konflikt und wird hingerichtet. Tyll muss fliehen und wird Lehrling des fahrenden Volks. Wie ein bunter Faden zieht sich Tylls Leben als Vagant, Schausteller und Provokateur durch den Roman. Auf seinen Wegen durch das von den Religionskriegen verheerte Land begegnen wir mit ihm vielen kleinen Leuten und einigen der sogenannten Großen.
Die Schicksale all dieser Menschen verbinden sich zur Geschichte des Dreißigjährigen Krieges, in dem ein Menschenleben nichts zählt, und den Verheerungen, die der Krieg im Alltag und in den Köpfen und Seelen anrichtet.

Der Roman von Juli Zeh „Leere Herzen“ spielt im Jahr 2025. Die Nationalisten sind an der Macht. Das Gewissen ist eingeschläfert. Britta Söldner und Babak Hamwi sind desillusioniert und pragmatisch, sie haben sich in der Gesellschaft eingerichtet. Gemeinsam haben sie die kleine, lukrative Firma „Die Brücke“ aufgezogen, die Selbstmordkandidaten nach einem harten Casting an Terrororganisationen vermietet – ein Geschäft mit dem Tod. Doch dann bekommt „Die Brücke“ Konkurrenz, die nicht zu unterschätzen ist. Bald sind nicht nur Brittas und Babaks Firma, sondern auch beider Leben in Gefahr.
„Leere Herzen“ ist ein verstörender Psychothriller über eine Generation, die ein Leben ohne Prinzipien und Glauben nur noch als Jagd nach dem persönlichen Glück gestaltet. Zugleich ist es ein brandaktueller Politthriller über die Grundlagen und die Gefährdungen der Demokratie.

Wir wünschen Ihnen mit diesen und all den anderen Büchern aus unserer Gemeindebücherei viele unterhaltsame Stunden!
Dagmar Hennen